Sonntag, 1. März 2009

Unsere Bilder

Liebe Veloreise-Freunde

Wir haben unsere Bilder nicht mehr freigegeben. Gerne geben wir euch den Zugang individuell. Anfragen einfach per E-Mail an uns.

Liebe Grüsse

Bike People

Montag, 28. Mai 2007

Nachtrag fuer alle Statistiker

Natuerlich darf auch dies nicht fehlen:

Reisedauer (gesamt)2 Monate
Total Km2496
Fahrtageetwa die Haelfte
Reifenpannen0 !!!!!! keine einzige!! (Schwalbe Marathon XR Reifen mit fetten Schlaeuchen)
Ketten1 Satz
Speichenbrueche0
Spaghettica. 10 Kg
laengste Tagesstrecke168km
hoechste Temperatur44 Grad
Fluessigkeit /Tag und Personca. 8 Liter

Weitere Infos und mittlerweile die Erfahrung von 6 Monaten Outback-biken geben wir sehr gerne persoenlich bekannt!

Also, bis sehr bald!

Sonntag, 27. Mai 2007

Darwin - abreisebereit

Liebe Freunde
Seit unserem letzten Bericht haben wir sehr viel erlebt! Die letzte (eigentlich kurze) Strecke, steckte nochmals voller Ueberraschungen. Das Top-End hat uns ganz ordentlich herausgefordert. Vorallem die eigentlich laengst beendete (eben nicht...) Wet-Season machte uns ganz gut zu schaffen. Aber nun der Reihe nach:

Gut ausgeruestet und bester Dinge sind wir in Katherine zur letzten Etappe aufgebrochen. Die Temperaturen, respektive die Luftfeuchtigkeit war bereits in Katherine deutlich angestiegen, jedoch sollte dies noch laengst nicht der Hoechstwert sein. Auch der Wind hat sich auf der letzten Etappe eher wieder gegen uns gewendet und somit auch die feuchte und wirklich warme Luft vom tropischen Norden in den Sueden gebracht. Ebenfalls wurden wir in zwei Naechten tatsaechlich von Regen ueberrascht. Nicht einfach so ein bisschen Regen, der zweite Sturm brachte 80mm Regen, was der doppelten Menge des ganzen Monates Mai entspricht. Es hat geblitzt und gedonnert, wie wir dies noch nirgendwo vorher erlebt haben. Dieser Umstand war eigentlich schon ziemlich muehsam, da wir mitten in der Nacht raus mussten, um unser Aussenzelt ueberzustuelpen. Wir haben naemlich jeweils nur noch das Innenzelt aufgestellt, da die Naechte einfach zu heiss waren. Also, raus und irgendwie provisorisch das Ueberzelt drauf - und da waren sie auch schon - unsere echten Feinde: Die Mosquitoes! Es hatte (und hat) wirklich extrem viele Muecken, da noch soviel Wasser "rumliegt". Dieses Wasser wird durch die hohe Hitze von der Luft aufgenommen, und dies macht die Luft ca. 30% zu feucht fuer die jetzige Zeit. Tja, so haben wir einige Naechte nicht so besonders gut geschlafen.

Unser Weg hat uns zu den wunderschoenen Edith Falls und zum Litchfield Nationalpark gefuehrt. Dort wollten wir eigentlich eine schoene Bootsfahrt auf einem Billabong machen, welche wir bei der Reise vor 6 Jahren per Zufall entdeckten. So nahmen wir also den Umweg von fast 100km (pro Weg) in Kauf. Am Ziel angekommen erfuhren wir, dass diese Firma Pleite gemacht hat, und wir 70km Dirtroad fahren muessten, um zum neuen Ausgangspunkt der Tour zu gelangen. Also - die Tour war fuer uns leider "gestrichen".
Vom noerdlichen Ende des Litchfield Parkes fuehrt eine "Dirtroad" (Naturstrasse) direkt nach Darwin. Natuerlich wollten wir diese befahren um ca. 100km einzusparen. Als wir dann jedoch erfuhren, dass die Strasse eben neu "geglaettet" wurde, bedeutete dies fuer uns, dass die sonst harte Piste mit weichem Material (Kies und Sand) "gefuellt" wurde und diese daher fuer uns sehr schlecht befahrbar sein wuerde. Mehrere Leute haben uns denn auch klar abgeraten - das bedeutete fuer uns: den ganzen Weg zurueck. Prima! Es war aber trotz allem eine unglaublich schoene Fahrt mit vielen Bademoeglichkeiten, Wasserfaellen etc. Allerdings waren die Muecken auch dort wieder sehr zahlreich und aggresiv.

Kurz vor Darwin wartete ein weiteres Highlight auf uns, die Berry Springs. Dieser wunderschoene und wenig bekannte Nationalpark wartet mit atemberaubenden Quellen (warmes Wasser) in urwaldaehnlicher Umgebung auf. Wir hatten die Quellen fruehmorgens fuer uns ganz alleine!
Die letzten Kilometer bis nach Darwin hatten wir mit dem Verkehr etwas zu kaempfen. Darwin und vorallem der nach Darwin rollende Verkehr haben sich, seit wir vor sechs Jahren hier gestartet sind, drastisch veraendert. Der Stuart Highway ist hier nicht mehr zu erkennen! Von zweispurig bis sechsspurig! Aber, wir haben es natuerlich geschafft und uns ca. 20km vor Darwin in einem wunderschoenen Resort niedergelassen. Eine "Miet-Villa" hat's auch gleich "dazu gegeben" ... siehe Fotos ;o)

So haben wir uns praechtig erholt und unsere Abreise organisiert. Der Anhaenger ist bereits auf dem Heimweg per Schiff und das Tandem ist verpackt im Hotelzimmer. So fanden wir Zeit, einen unglaublich beeindruckenden Flug zum Kakadu Nationalpark machen und die atemberaubende Landschaft aus der Vogelperspektive zu geniessen. Es war wunderschoen und eindruecklich, diesen riesigen Nationalpark aus der Luft bestaunen zu koennen - schlicht unbeschreiblich! Die Fotos sind live - wir wuenschen viel Spass! Vom grossen Salzwasserkrokodil, bis zum Seeadler konnten wir alles live beobachten.

Nun ist bereits der letzte Abend in Darwin angebrochen und wir werden nun zu einem romantischen Dinner aufbrechen. Morgen fliegen wir nach Adelaide, wo wir nochmals eine Nacht bei unseren Freunden Margrete und Tony verbringen koennen. Anschliessend fliegen wir via Singapore zurueck nach Zuerich, wo wir versuchen werden unsere unauffaellige Tandem-Box in einen SBB Zug zu schmuggeln ;o) Der diensthabende Kondukteur wird sich freuen auf uns!

Also, bis bald zuhause
Wir freuen uns auf euch!
Karin und Tom



Kakadu Nationalpark - Scenic flight

Donnerstag, 10. Mai 2007

Katherine

Und da sind wir wieder...

Die laengsten Etappen und auch der groesste Teil der gesamten Strecke liegen nun hinter uns. Wir sind in Katherine eingerollt, und somit definitiv in den Tropen gelandet. Den Wechsel des Klimas haben wir intensiv miterleben koennen. Die Landschaft hat sich innerhalb eines Tages drastisch veraendert. Die Temperaturen sind nun seit ein paar Tagen etwas gesunken, sodass man nun von "einem normalen Winter" sprechen kann, mit angenehmen 34-34 Grad im Schatten. Waehrend der Nacht kuehlt die Luft auf ca. 23 Grad ab, wir schlafen also noch immer prima im Zelt.

Der Weg von Tennant Creek nach Katherine war recht lang. Die Strecken haben wir bewusst so kurz als moeglich gehalten, um immer moeglichst viel vom Nachmittag an der neuen Destination verbringen zu koennen. Wie immer waren wir auch auf dieser Strecke das Gespraechsthema in den Pub's und auf den Campgrounds und Kontakte knuepfen war fuer uns stets sehr einfach. Sehr interessante und lustige Gespraeche mit den reisenden Locals waren also die Folge.
Im legendaeren "Daly Waters Pub" haben wir uebernachtet. Dieser sehr "unuebliche" Platz ist eine Uebernachtung mehr als wert, vorallem auch des unglaublich feinen "Barra (Barramundi = ein unglaublich beliebter Fisch) + Steak BBQ" am Abend. So sassen wir also da unter Palmen bei feinstem Fisch und Steak und horchten der lokalen Unterhaltung einer one-man-show. Es war ein aberwitziger Abend, bis wir ins Zelt zuruckkehrten. Leider hatte der Wind nun gedreht, sodass der "Dampf" des WC Tanks wunderbar zu uns ins Zelt wehte. Welch herrliche Brise um davon in den Schlaf betaeubt zu werden! Jedenfalls haben wir die Biogas-Attacke ueberlebt uns sind weiter geradelt.
Unterwegs haben wir Francois angetroffen, einen Franzosen auf langer Weltreise, welcher auf dem "Australien-Stueck" von seiner Frau Monique begleitet wird. Francois ist fruehpensieniert und geniesst nun sein Leben in vollen, aber anstrengenden Zuegen.
Bezueglich des Gegenwindes koennen wir gutes berichten. Lediglich waehrend den ersten zwei Tage nach Tennant Creek waren wir noch mit Gegenwind gesegnet, danach drehte der Wind wie erwaehnt und schob uns teilweise sogar tuechtig an. Wir genossen es sehr, fuer einmal so richtig rassig vorwaerts zu kommen. Jedenfalls hat sich das Tandem so oder so als das bessere Touren-Transportmittel herausgestellt. Man ist damit definitiv komfortabler, schneller und konstanter unterwegs. Die schweren Lasten lassen sich so eindeutig besser transportieren.
Tierisches haben wir wiederum etliches erlebt. Unzaehlige Kaenguruhs, Raubvoegel, Papageien etc. kreuzten unseren Weg, ja auch wieder ziemlich grosse Spinnen, welche sogar die Zahnbuerste von Tom attackierten! Ausserdem wurde Karins Helm innerhalb eines Tages kurzerhand in ein Wespennest umfunktioniert und Tom musste auf einer Rinderfarm ein aufdringliches Emu (wie ein Vogel Strauss) mit einer leeren Wasserflasche verscheuchen. Es laeuft immer etwas, wenn man in Australien zeltet. Am Morgen werden wir von der ganzen Vogelschar geweckt - Natur!
In Mataranka genossen wir den Besuch und das Schwimmen in den Bitter-Springs und in den Mataranka Thermal Pools, welche 34 Grad warmes und glasklares Wasser enthalten. Baden in diesen warmen mit Palmen gesaeumten Mangrovenwaeldern ist ein echtes Erlebnis, vorallem da man hinter jedem Palmenblatt Krokodilaugen vermutet! Die Salzwasserkrokodile wurden ja angeblich nach der Wet-season entfernt...
In Katherine verbrachten wir nun vier schoene Tage mit Ausfluegen, Bootsfahrt, Cafes und der ganzen Zivilisation, um Morgen frueh die letzten ca. 400-500 Km unter die Reifen zu nehmen, um letztlich in Darwin abzuschliessen. Wir werden uns von dort wieder melden.
Ach ja, es sind wieder neue Fotos da...
Tennant Creek nach Katherine

Viel Spass!
Tom und Karin

Freitag, 27. April 2007

Tennant Creek

Tennant Creek!
Am 26. April rollen wir in Tennant Creek ein. Ja, wir haben laenger gebraucht als erwartet, das ist tatsaechlich so. Es gibt einen einfachen Grund dafuer: GEGENWIND! Tja, leider ist uns der Wind nicht gnaedig - respektive er macht uns das Leben nicht gerade einfach. Seit wir Alice Springs verlassen haben, blaest uns absolut regelmaessig ein zum Teil starker Wind von Norden oder Nordosten entgegen - eigentlich immer mehr oder weniger genau aus der Richtung, in die wir gerade "rollen". Aber nun der Reihe nach...
Wohl erholt und bester Dinge verlassen wir fruehmorgens am 21. April Alice Springs Richtung Norden. Den ersten Tag haben wir 140km zu strampeln, was eigentlich recht ordentlich geht - trotz bereits ordentlichem Wind. Das Roadhouse stellt sich als prima heraus, wurde doch vor kurzer Zeit alles prima renoviert und superschoen gepflegt. Generell stellen wir fest, dass sich die Besitzer der Roadhouses ihre kleinen Paradiese sehr schoen zurechtmachen. Gegenueber der Reise vor sechs Jahren ein enormer Unterschied. Sogar hat es bei den meisten RH's einen Pool, sodass wir uns jeweils am Nachmittag richtig schoen abkuehlen koennen.
Der nachste Fahrtag gestalten wir absichtlich relativ kurz, um uns noch etwas vom Vortag zu erholen. Der Wind frischt auf, sodass uns der kurze Tag auch schon ziemlich in die Waden geht. Am Nachmittag machen wir auf "faul" und treffen Tony und Carol, ein weiteres reisendes Australisches Ehepaar (er 70, sie ca. 60), welche uns auch gleich zu sich in ihren 80000 Dollar Wohnwagen zum Z'Nacht einladen. Wir nehmen dankend an. Carol kocht einen vorzueglichen Gemuese Gratin. Zum Trinken wird folgendes angeboten: Scotch mit Cola, Bourbon mit Cola, Gin und und und (alle Schnaepse dieser Welt) aber kein Wasser. Wir dachten zuerst, dies sei ein Scherz, merkten dann aber, dass dies ernst gemeint war. So entschieden wir uns fuer Scotch on coke und Weisswein... Wir lernten ausserdem den Hund Lucy kennen, welcher am liebsten Scotch on coke mag - das ist kein Witz - ein alkoholabhaengiger Hund, der sogar noch mit einem speziellen Bell-Laut klar macht, wann die naechste Dosis faellig ist! Wir hatten einen sehr unterhaltsamen Abend mit den beiden, die uns wohl am liebsten adoptiert haetten. Herzlichst! Solche Erlebnisse kann man wahrscheinlich nur mit dem Velo reisend erleben.
Der naechste Tag ging wie ueblich frueh los. Leider hatten wir an diesem Tag echtes Windpech. Eigentlich wollten wir aufgrund des Winds nach 90km beim naechsten RH abbrechen. Jedoch war dieses RH in einem wirklich erbaermlichen Zustand. Wir wollten die Nacht nicht dort verbringen und kauften alle Vorraete (Wasser, Brot etc.) ein, um ein Wildcamp zu machen. Wir fuehren weitere gute zwei Stunden bis auf eine Restarea mit Wassertank. Dort verbrachten wir die Nacht, mit wiederum zwei Aussie-Rentner Paaren.
Den Rest teilten wir also in moeglichst kurze Teilstuecke inkl. Pausen-Halbtage mit Pool etc. Es folgte der Besuch und die Uebernachtung bei den atemberaubenden Devils Marbles. Wir genossen den Sonnenuntergang und natuerlich auch den Sonnenaufgang an diesem wundervollen, heiligen Ort.
Der lezte Fahrtag nach Tennant Creek hatte es nochmals ziemlich in sich, sodass wir uns ueber die Ankunft sehr gefreut haben. Am Abend haben wir Willy Hooker, den Old Bush Tucker Man kennengelernt, welcher uns ueber Bush Tee und Damper etc. Auskunft gegeben hat. Auch hat er ein Mittel (trockene Blueten) hervorgezaubert, welches mit Wasser in den Haenden zerrieben einen Schaum entwickelt, welcher die Sonnenalergie an Karins Oberschenkeln unglaublich schnell praktisch verschwinden liess. Es war hoechst amuesant, diesen lustigen Kauz, der weder lesen noch schreiben kann, trotzdem einen Preis fuer seine Gedichte erhalten hat, kennen zu lernen. Ausserdem lernten wir vor dem Supermarkt einen aelteren Mininarbeiter kennen (mining ist hier die Hauptbeschaeftigung der harten Kerle), welcher uns die erloesenden "Saetze" lieferte: "Dieses Wetter ist absolut unueblich... Der verdammte Wind von Norden bringt und die ganze Feuchtigkeit, die wir hier nicht wollen. Normalerweise ist es fast 10 Grad kuehler und es weht ein starker und kuehler Wind aus Sueden..." Ein aelterer Aboriginal meinte dann noch: "Der Wind wird drehen, ihr werdet ok sein...". Also lassen wir uns einfach etwas Zeit und sehen was geschieht.
Ok, das war's fuer den Moment. Fruehestens in Kathrine werden wir wieder schreiben koennen. Ach ja, fuer alle, die jetzt denken, wieso tun die sich das an... Schaut die neuen Bilder an... Und, ein kaltes Bier, ein kuehler Pool oder ein feines Essen ist nirgends besser als nach einem dieser Tage. Es ist pures Leben - evtl. etwas schwierig zu verstehen, aber war. Bis bald!
Yours, Karin und Tom

Alice Springs - Tennant Creek

Devils Marbles