Die laengsten Etappen und auch der groesste Teil der gesamten Strecke liegen nun hinter uns. Wir sind in Katherine eingerollt, und somit definitiv in den Tropen gelandet. Den Wechsel des Klimas haben wir intensiv miterleben koennen. Die Landschaft hat sich innerhalb eines Tages drastisch veraendert. Die Temperaturen sind nun seit ein paar Tagen etwas gesunken, sodass man nun von "einem normalen Winter" sprechen kann, mit angenehmen 34-34 Grad im Schatten. Waehrend der Nacht kuehlt die Luft auf ca. 23 Grad ab, wir schlafen also noch immer prima im Zelt.
Der Weg von Tennant Creek nach Katherine war recht lang. Die Strecken haben wir bewusst so kurz als moeglich gehalten, um immer moeglichst viel vom Nachmittag an der neuen Destination verbringen zu koennen. Wie immer waren wir auch auf dieser Strecke das Gespraechsthema in den Pub's und auf den Campgrounds und Kontakte knuepfen war fuer uns stets sehr einfach. Sehr interessante und lustige Gespraeche mit den reisenden Locals waren also die Folge.
Im legendaeren "Daly Waters Pub" haben wir uebernachtet. Dieser sehr "unuebliche" Platz ist eine Uebernachtung mehr als wert, vorallem auch des unglaublich feinen "Barra (Barramundi = ein unglaublich beliebter Fisch) + Steak BBQ" am Abend. So sassen wir also da unter Palmen bei feinstem Fisch und Steak und horchten der lokalen Unterhaltung einer one-man-show. Es war ein aberwitziger Abend, bis wir ins Zelt zuruckkehrten. Leider hatte der Wind nun gedreht, sodass der "Dampf" des WC Tanks wunderbar zu uns ins Zelt wehte. Welch herrliche Brise um davon in den Schlaf betaeubt zu werden! Jedenfalls haben wir die Biogas-Attacke ueberlebt uns sind weiter geradelt.
Unterwegs haben wir Francois angetroffen, einen Franzosen auf langer Weltreise, welcher auf dem "Australien-Stueck" von seiner Frau Monique begleitet wird. Francois ist fruehpensieniert und geniesst nun sein Leben in vollen, aber anstrengenden Zuegen.
Bezueglich des Gegenwindes koennen wir gutes berichten. Lediglich waehrend den ersten zwei Tage nach Tennant Creek waren wir noch mit Gegenwind gesegnet, danach drehte der Wind wie erwaehnt und schob uns teilweise sogar tuechtig an. Wir genossen es sehr, fuer einmal so richtig rassig vorwaerts zu kommen. Jedenfalls hat sich das Tandem so oder so als das bessere Touren-Transportmittel herausgestellt. Man ist damit definitiv komfortabler, schneller und konstanter unterwegs. Die schweren Lasten lassen sich so eindeutig besser transportieren.
Tierisches haben wir wiederum etliches erlebt. Unzaehlige Kaenguruhs, Raubvoegel, Papageien etc. kreuzten unseren Weg, ja auch wieder ziemlich grosse Spinnen, welche sogar die Zahnbuerste von Tom attackierten! Ausserdem wurde Karins Helm innerhalb eines Tages kurzerhand in ein Wespennest umfunktioniert und Tom musste auf einer Rinderfarm ein aufdringliches Emu (wie ein Vogel Strauss) mit einer leeren Wasserflasche verscheuchen. Es laeuft immer etwas, wenn man in Australien zeltet. Am Morgen werden wir von der ganzen Vogelschar geweckt - Natur!
In Mataranka genossen wir den Besuch und das Schwimmen in den Bitter-Springs und in den Mataranka Thermal Pools, welche 34 Grad warmes und glasklares Wasser enthalten. Baden in diesen warmen mit Palmen gesaeumten Mangrovenwaeldern ist ein echtes Erlebnis, vorallem da man hinter jedem Palmenblatt Krokodilaugen vermutet! Die Salzwasserkrokodile wurden ja angeblich nach der Wet-season entfernt...
In Katherine verbrachten wir nun vier schoene Tage mit Ausfluegen, Bootsfahrt, Cafes und der ganzen Zivilisation, um Morgen frueh die letzten ca. 400-500 Km unter die Reifen zu nehmen, um letztlich in Darwin abzuschliessen. Wir werden uns von dort wieder melden.
Ach ja, es sind wieder neue Fotos da...
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| Tennant Creek nach Katherine |
Viel Spass!
Tom und Karin
