Liebe Freunde
Unser Tandem ist (so wie wir) wohlerhalten in Adelaide angekommen. Bei unseren Freunden Tony und Margreth konnten wir wiederum einen superangenehmen Aufenthalt verbringen, mit dem ersten "Aussie BBQ", Bier und einer guten Kappe Schlaf. Unser Gefaehrt liess sich im Schatten des Gartens (mit Pool) prima zusammensetzen. Natuerlich kamen auch die Nachbarn und Kinder und Grosskinder, um das swiss couple zu sehen.
Tony geleitete uns am naechsten Tag mit seinem Rennrad zur "The Ghan" Station. Die naechsten 26 Stunden zuckelten wir denn mit diesem legendaeren Zug mitten durchs Australische Niemandsland - direkt nach Alice Springs. Dort genossen wir die ersten paar Tage auf unserem Campground und erholten uns etwas von der doch langen Anreise.
Am 3. Tag in Alice legten wir los. Der erste Tag war mit 90 km angenehm kurz - allerdings machte uns das Gewicht am "Haenger" anfaenglich ein wenig zu schaffen. Trotzdem waren diese Kilometer ein idealer Einstieg um uns wieder an die australischen Verhaeltnisse heranzutasten. Der zweite Tag verlief sehr aehnlich einfach etwas laenger. Am dritten Tag lag dann eine lange Etappe vor uns. Wir stellten den Wecker sehr frueh und packten alles zusammen. Das Muesli durfte natuerlich nicht fehlen und dann gings los. Leider nicht weit - eigentlich nur gerade 10 Meter - dann verabschiedete sich die Synchronkette (die Kette zwischen Karin und Tom) vom Kettenblatt und verklemmte sich. Also - abladen und Kette wieder einbauen. Unser gut ueberlegter Werkzeugsatz hat sich bewaehrt, sodass wir kurze Zeit spaeter losfahren konnten. An diesem langen Tag hat uns das Outback etwas die Zaehne gezeigt. Da der Wind von der Wueste her wehte (mehr oder weniger direkt in unsere Gesichter), stieg auch die Temparatur deutlich an. Wir mussten an diesem Tag "hart arbeiten", haben dann aber die fast 170 km doch geschafft und unsere Nacht im Roadhouse (inklusive serviertem Dinner) sehr genossen. Etwas verschlafen und mit ein wenig ramponierten Hinterteilen sind wir am naechsten Tag die letzten 85km zum Ayers Rock Resort gefahren. Das Gefuehl beim "Einfahren" war ueberwaeltigend!
Nun geniessen wir hier die Zeit und erholen uns vom ersten Teil. Da unser geplanter Track momentan fuer uns nicht ratsam ist (Regen der letzten Wochen!) und wir keine Lust haben, denselben Weg nach Alice Springs zurueckzufahren, werden wir uns nun einen Bus mieten um damit die Gegend etwas unsicher zu machen ;o)
Wir melden uns wieder, wenn wir irgendwo einen Internetzugang finden (und Zeit und Lust zum Schreiben haben).
Fotos konnten wir bis jetzt leider nirgends hochladen - vielleicht klappts spaeter noch.